Christoff Schneider & Team

Permakultur-Design ist weit mehr

als nur ökologische Landbewirtschaftung.

Permakultur-Design, nachhaltige Lebensraumplanung,

eine Herzensangelegenheit.

Nachhaltig ist ein System dann, wenn es in seiner Lebzeit die Energie erzeugt die  es benötigt um sich sich zu reproduzieren“ Bill Mollison


(Ethik beschäftigt sich mit der Frage nach dem höchsten Gut und nach dem richtigen handeln. „Was soll ich tun“)

Das Fundament einer zukunftssicheren Lebensweise ist eine nach humanistischen & ökologischen Werten ausgerichtete Ethik. Die Ethik der Permakultur ist einfach und folgt Grundsätzen die in und für jeden Kulturkreis anwendbar sind.


Care for the Earth

Ein bewusster und achtsamer Umgang mit unserem Lebensraum Erde.

7 Generationen denken, planen und handeln. Denke global, agiere lokal.

Schätze den Überfluss der Natur & akzeptiere ihre Wachstumsgrenzen.

Care fort the People

Hilf deinen Mitmenschen und allen anderen Lebewesen.

Wenn das nicht geht schade ihnen zumindest nicht. Achte auf dich selbst & übernimm Verantwortung für dich, deine Familie, Verwandtschaft und Gemeinde und zwar jetzt.

Fair Share

Eine gleichmäßige Verteilung aller vorhandener Ressourcen,

ist die Grundlage und Voraussetzung für eine glückliches, friedvolles Leben miteinander und für das Überleben zukünftiger Generationen.


Ohne solch einer gelebten Ethik in Spiritualität, Gesellschaft & Gemeinschaften, Regierung oder Interessenvertretungen, treiben wir wie ein ruderloses Partyschiff „Main Stream“ und werden dadurch uns selbst und anderen schaden.


Permakultur-Design ist aber weit mehr als ökologisch, biologische Landbewirtschaftung. Es verwebt Umwelt, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, ökologisches Bauen, Energie, Ökonomie, Wissen und soziale Komponenten miteinander zu harmonischen, natürlichen und zukunftssicheren Systemen.

Kreisläufe werden geschlossen, ganzheitliches, systemisches Denken bestimmt das Handeln. Jeder Bereich und jedes Element übernimmt möglichst viele Aufgaben, sind miteinander vernetzt, unterstützen und tragen und unterstützen sich dadurch gegenseitig.


Wichtige Elemente werden mehrfach abgesichert! Beispiel: Anstatt nur eine Sorte Getreide anzubauen werden unterschiedliche kohlenhydratreiche Lebensmittel wie verschieden Getreide, Kartoffeln, Mais, Pseudogetreide kultiviert um einen Totalausfall der Ernte z.B. durch Schädlinge vorzubeugen. Das gleiche gilt für die Wasser und Energieversorgung. Dieses Prinzip lässt sich auf einen kleinen Haushalt bis ganz Europa und darüber hinaus anwenden.


Dies bringt uns auch schon zu den praktischen Permakulturdesign-Prinzipien, welche auf dem Fundament der Permakultur-Ethik aufbauen. Diese sind, um nur einige zu nennen:


Jedes geplante Element soll mehrere Funktionen erfüllen. Mindestens drei, besser mehr. z.B.

- Die Pergola vor dem Haus ist nicht nur ein optisches ansprechendes Element sondern bietet vertikale Anbaufläche an welcher Kiwi, Wein oder Kürbis hinauf ranken können. Ausserdem spendet sie Schatten im Sommer ist Erholungsraum, bietet ein Gerüst zum Aufhängen meiner Hängematte, an ihr wird ein Sonnensegel für die richtig heißen Sommertage befestigt wenn der Halbschatten nicht ausreicht.

  - Der Schuppen ist Lagerraum, Verarbeitungsraum, bietet Kleintieren Schutz, sammelt Wasser für  

- die Regentonne oder Biotop, ist ebenfalls vertikale Anbaufläche, bietet Platz für Solarpaneele, spendet Schatten usw.


Alle wichtigen Elemente, wie die Versorgung mit Nahrungsmittel, Wasser-, Energieversorgung, Wissen usw. werden mehrfach abgesichert, wie im oben beschriebenen Getreidebeispiel.


- Bestmögliche Nutzung der Sonnenenergie (passive solares Design).

- Fokus auf die Verwendung nachwachsender Rohstoffe (NAWAROS), biologischer Ressourcen und          nicht auf fossile Energieträger

- Förderung von Pflanzendiversität und Bodenverbesserung

- Schliessen aller Kreisläufe möglichst nahe am Standort. Dazu gehören Wasser-, Nahrung-, Energie-, Abfallkreislauf, aber auch die Förderung und - - - Unterstützung der lokalen Gewerbe damit die finanzielle Wertschöpfung in der Gemeinde bleibt

- Systeme müssen in der Lage sein in ihrer Lebzeit die Energie zu produzieren die sie benötigen um sich zu reproduzieren. Energy return, on energy invest.

usw


Wertvolles Werkzeug bei der direkten Umsetzung & Hilfsmittel bei der Strukturierung von unterschiedlichsten Projekten ist die Zonierung. Es hilft mir dabei die Elemente in der Planung bestmöglich, energieeffizient anzuordnen und ist vielseitig auf alle Arten von Lebensbereichen anwendbar. Grundsatz dabei bei ist, je häufiger ein Bereich oder Element aufgesucht wir, desto näher an der Kernzone wird es platziert. Der  Ausgangspunkt wird dabei als Zone 0 bezeichnet. Bei einer Liegenschaft ist das meistens das Wohnhaus. An das Haus angrenzend in Zone 1 werden jetzt alle Elemente angeordnet welche oft benötigt oder aufgesucht werden. Dazu gehören zum Beispiel das Anzuchtgewächshaus mit den Jungpflanzen, welche besonders viel Aufmerksamkeit benötigen. Ein Hochbeet mit dem Salat für die Küche, der Gemüsegarten mit dem Frischgemüse, ein gemütlicher Sitz- und Essplatz unter einer begrünten Pergola welche im Sommer Halbschatten spendet und im Winter, wenn die darauf rankende Cocktailkiwi keine Blätter hat, die Sonne bis auf die Arbeitsfäche in meiner Küche durchscheinen lässt. Die Sandkiste für die Kinder, Teekräuter, Blumen, eine Sommerküche, Wurmfarm, Lagerflächen für Brennholz und Werkzeug usw.

Bis zu 50 unterschiedliche Elemente werden mit Berücksichtigung von Sonneneinstrahlung, Windrichtung, Energiefluss, Arbeits- und Tagesabläufen und harmonischen Gesichtspunkten darin platziert. Zone 2 definiert sich durch eine weit weniger intensive Bewirtschaftung. Einen Selbstversorger Kartoffelacker oder Beerensträucher suche ich weit weniger oft auf wie die täglich benötigten Küchenkräuter. In Zone 3 befinden sich die großen landwirtschaftlichen Flächen wie Äcker, Weiden, Streuobstwiesen und Teiche, Zone 4 beheimatet eine vielfältige Forstwirtschaft und Zone 5 ist der Wildnis und Naturreservaten vorbehalten. Die Anzahl der Zonen, deren Aufteilung, Anordnung und Größe hängt von der Größe und der Beschaffenheit des Grundstücks ab. Ein Bauernhof, bis zu 9 Zonen beheimaten. Ein Kleingarten möglicherweise nur 2-3. Zonieren lassen sich aber nicht nur Liegenschaften. Mit diesem nützlichen Werkzeug lassen sich alle Arten von Bereichen strukturieren. Ganz egal ob es sich dabei um die Planung einer Liegenschaft, soziale Strukturen, Firmen oder Hilfsprojekte handelt.




































Bestimmt fragen sie sich jetzt wo man Permakultur lernen kann.

Die meisten Menschen in der Permakulturbewegung (Permis) haben am zu Beginn einen Permkultur-Design-Zertifikatskurs absolviert. In diesem 2 wöchigem Kurs werden einem kreative Gestaltungs- und Planungstrategien für alle Klimazonen aufgezeigt & näher gebracht, sowie gelehrt was bei der Planung nachhaltiger und behaglicher Lebensräume für Menschen mit Tieren und Nutzpflanzen alles zu beachten ist. Kursinhalt eines Zertifikatskurses nach dem Curriculum von Bill Mollison und dem Permaculture Research Institute sind:

- Prinzipien nachhaltiger Lebensraumplanung & Gestaltung

- Praktisches Planungswerkzeug

- Mustersprache der Natur

- Klima & Umweltschutz

- Bäume und deren Einfluss auf Boden

- Wasser und Biosphäre, Wasserzyklus & Wassermanagement

- Aquakultur

- Bodenkunde & Mutterbodenaufbau

- Erdressourcen & Planung von Erdarbeiten

- Permakultur-Planung in kühlen, tropischen und ariden Klimazonen

- Transition, Zeit des Wandels, Zukunftssicher denken, planen & handeln.

Permakultur Krisenmanagement & Hilfsprojekte


Seit über 30 Jahren inspiriert dieser Kurs Menschen auf der ganzen Welt. Er regt zu ganzheitlichem Denken an, zeigt wie Leben mit und in Harmonie mit der Natur ohne Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen funktioniert & bringt Unabhängigkeit und die Selbstverantwortung wieder zu den Menschen zurück. Dieser Kurs vermittelt in kurzer Zeit konzentriertes Wissen darüber was man selbst dazu beitragen kann, damit zukünftige Generationen einen lebenswerten Planeten und Lebensraum vorfinden.


Wenn ihr noch Fragen habt oder mir Feedback geben wollt erreicht ihr mich unter

http://www.permakulturschule.com/kontakt.html


Permaculturally

Christoff Schneider

Zert. Dipl. Permakulturlehrer & Designer (PRI, PINZ), Leiter der Permakulturschule Österreich.

Seit beinahe 15 Jahren beschäftige ich mich mit nachhaltiger Lebensraumplanung und mit der Frage, was sind die Voraussetzungen dafür, dass die Menschheit auf unserem schönen Planeten Erde ein gemütliches Leben führen kann, im Rahmen der ökologischen Tragfähigkeit.


Quellen: Stiftung Weltbevölkerung, Vereinte Nationen, footprintnetwork.org, footprint.ch, footprint.at, footprint.de, Permaculture a Designers Manual, Permaculture one, Film Humus, WWF, scinexx.de


Zurück in die Zukunft mit Permakultur

Kreative Antworten auf eine ungewisse Zukunft.


Begleiten sie mich auf eine kleine Phantasiereise. Atmen Sie ein paarmal tief durch ... Stellen Sie sich jetzt einen Lebensraum vor wie sie ihn sich für sich selbst & ihre Kinder wünschen würden.


Lassen Sie dabei den Privatjet, die Luxusjacht, den Rolls Roys, Laptop und das Handy weg. Konzentrieren sie sich nur auf das Lebensnotwendige. Wasser, Nahrung, Schutz (Wohnraum, Kleidung), Energieversorgung, Wissen. All jene Dinge die uns unser Überleben und unsere Unabhängigkeit sichern.


Woher soll das Wasser kommen welches sie trinken, wie die Luft beschaffen sein die sie atmen, womit die Lebensmittel behandelt die sie essen.

Ergiesst sich in ihrer Vorstellung die Jauche eines Bauern gleich neben dem Brunnen, aus dem sie ihr Trinkwasser beziehen, in den Bach oder in ihr Grundwasser? Oder fliesst klares Wasser in den Quellen, Bächen und Gewässern in ihrer Umgebung. Möchten sie das Wasser in den Gewässern ihrer Umgebung trinken? Wenn nein, warum nicht?


Stellen sie sich jetzt vor wie die Bienen eines benachbarten Imkers am Heimflug von den Feldern, wo ihre Lebensmittel aus dem Supermarkt produziert werden, an den Folgen einer Spritzmittelvergiftung sterben. 40000 tote Bienen liegen vor jedem Bienenstock? Oder kommen die Kartoffeln auf ihrem Mittagstisch von einem Acker dessen Erde nach Waldboden duftet.


Schliessen sie jetzt eine Minute lang die Augen und lassen sie vor ihrem inneren Auge ihren ganz persönlichen Lebensraum entstehen. Einen wie sie sich ihn für sich selbst und ihre Kinder wünschen.


Sind sie wieder zurück in der Realität?

Stellen sie sich jetzt eine letzte, einfach zu beantwortende Frage!


Wie unabhängig und krisensicher sind Sie selbst?




























Wir haben in unserer Fantasie & Vorstellung gerade einen kleinen Ausschnitt der gegenwärtigen Situation betrachtet. Doch wenn man über den Tellerrand unseres täglichen Lebens hinausblickt, erkennt man rasch, dass sich unsere Zivilisation mit ihrem Konsumdenken, in ihrem grenzlosen Wachstumwahn & dem maximalen Gewinndenken, wie die Titanik auf den Eisberg zubewegt.


Noch nie in der Geschichte Mitteleuropas, gab es eine Zeit von 70 Jahren  friedlichen Miteinanders. Unsere Generation hier in Mitteleuropa kennt nichts anderes. Der Zeitraum eines Menschenlebens ist nichts verglichen mit der leidvollen Vergangenheit Europas mit Krisen, Kriegen und Konflikten.

Es gibt keine Garantie für ewig andauernden Frieden. Wir sitzen in Mitteleuropa wie die Mäuse in der Mitte vom Speck und bemerken nicht wie er von außen schön langsam aufgegessen und immer kleiner wird. Wie werden wir gemeinsam die zukünftigen Krisen bewältigen? Wir konsumverwöhnten Menschen in Mitteleuropa, die sich nicht mehr aus eigener Kraft versorgen können und Lebensmittel und Ressourcen aus der ganzen Welt beziehen.


In den letzten 200 Jahren hat sich die Weltbevölkerung in etwa alle 40 Jahre verdoppelt.

Etwa 8 Milliarden Menschen bevölkern heute unseren Planeten und im Jahr 2050 sollen es dann so um die 13 Milliarden sein. Diese exponentielle Zunahme der Spezies Homo sapiens hat dazu geführt, dass einem Menschen heute lediglich 1,4 ha produktive Fläche zu Verfügung steht um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Heisst ihn mit Wasser, Nahrung, Wohnraum, Energie, Kleidung, Auto, Computer, Handy & Urlaub zu versorgen und um seinen Müll zu entsorgen, (Dr. Albert Bartlett, Arithmetic, Population & Energy)


Die von von William E. Rees und Mathis Wackernagel entwickelte Berechnung des „ökologischen Fussabdrucks“ ist eine „Ressourcenbuchhaltung“ & Einnahmen Ausgabenrechnung und gibt Auskunft darüber wie viel Überschuß unsere Biosphäre in einem Jahr produziert und wie viel wir davon verbrauchen.


Nach Daten des Global Footprint Network und der European Environmental Agency überschreitet der Ressourcenverbrauch derzeit die Kapazität unserer weltweit biologisch produktiven Flächen um insgesamt 50 %. Die Menschheit verbraucht heute in einem Jahr mehr natürliche Ressourcen, als die Erde in diesem Zeitraum regenerieren kann. In einfachen Worten, wir fällen in einem Jahr mehr Bäume als nachwachsen, fangen mehr Fisch als sich reproduziert & zerstören noch dazu auf unseren landwirtschaftlichen Flächen Mutterboden, die Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion, im beängstigendem Ausmaß. Nach einer Studie der Universität für Bodenkultur in Wien ist es um den Mutterboden auf unseren Anbauflächen triste bestellt. Die meisten europäischen Ackerboden weisen mittlerweile weniger als 5kg Kohlenstoff pro m2 auf und fallen somit in die Kategorie Wüstenböden. Ohne Kunstdünger würde erst einmal kaum mehr etwas auf ihnen wachsen. Geschweige denn etwas was wir gerne im Supermarkt kaufen und essen.



In Zahlen ausgedrückt:


Die Biologische Kapazität der Erde beträgt ca. 1,7ha pro Person aber der globale Durchschnittsverbrauch (gha = Global Hectar) pro Person liegt bereits bei ca. 2,5 gha.

Die benötigte Fläche und die biologische Kapazität ist aber nicht überall gleich.

Laut Living Planet Report 2010 des WWF, benötigt Europa 4,7 gha pro Person hat aber selbst nur 2,2 gha produktive Fläche pro Einwohner zur Verfügung, kann sich also nicht mehr selbst versorgen. Dies bedeuted eine Überbeanspruchung der Biokapazität um 100%. Österreich nimmt hier einen unrühmlichen Spitzenplatz ein und rangiert im Vergleich mit 152 Ländern an 17 Stelle. Zum Vergleich, obwohl China 16% der globalen Ressourcen verbraucht, liegt es auf Grund seiner Biokapazität erst an 76 Stelle.

(Living Planet Report 2014 des WWF)



Der stetig wachsender Hunger und die Gier nach Konsum in den Industrienationen, frisst das Naturkapital zukünftigen Generationen auf. 10% Menschen in den Industrieländern verbrauchen 90% aller verfügbaren Ressourcen und entziehen uns, unseren Kindern, anderen Menschen und nachfolgenden Generationen dadurch die Lebensgrundlage in atemberaubender Geschwindigkeit.


Wie können wir diesen Prozess stoppen, damit zukünftige Generationen einen an natürlichen Ressourcen reichen, nicht geplünderten Lebensraum vorfinden, in dem es sich gut und im Rahmen der ökologischen Tragfähigkeit unseres Planeten leben lässt?



Damit befasst sich Permakultur-Design.

Nachhaltige, zukunftssichere Lebensraumplanung.

Das Konzept Permakultur-Design entstand aus einer kurzen, aber intensiven Zusammenarbeit zweier australischer Wissenschafter. Bill Mollison und David Holmgren entwickelten Mitte der 70er Jahre Permakultur als kreative Antwort und Alternative auf die damals schon offensichtliche Umweltzerstörung durch die Industrienationen. (Buch, Permaculture one)

Da es damals für ökologische Landwirtschaft, noch keinen Ausdruck gab kreierten die beiden das Wort „Permakultur“. Synonym für „Permanente Boden Kultivierung“ ohne die es keine „permanente Kultur (Zivilisation)“ geben kann. (Buch, Jared Diamond, Kollaps). Bill Mollison bekam dafür 1981 den alternativ Nobelpreis (Right Livelihood Award) verliehen.